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Referenzen zu Führungskräfte-Coaching mit Gudrun Happich

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Führen wie die Wölfe

Wenn es um moderne Führung geht, verwende ich in meinen Executive Coachings gerne das Beispiel eines Wolfsrudels. Warum? In vielen Unternehmen gibt es komplizierte Regelwerke zu allen möglichen Themen, unter anderem auch zur Mitarbeiterführung. Wenn ich nach der Sinnhaftigkeit solcher Punkte-Kataloge frage, wird mir oft mit einem seufzenden „Ja, Sie haben ja recht!“ gefolgt von „Es wird eben alles immer komplexer“ geantwortet. Und so wird versucht, der Komplexität mit komplizierten Lösungen Herr zu werden. Dabei ist es meiner Erfahrung nach genau andersherum: Komplexität erfordert Einfachheit. Wenige, klare Regeln Moderne Führung funktioniert über wenige, aber klare Regeln. Und hier kommen die Wölfe ins Spiel. Im Wolfsrudel befolgt jeder Wolf ein paar zentrale Regeln, die dem großen Ziel dienen: Das Rudel überlebt. Davon abgesehen hat jeder Wolf viele Freiheiten. Dadurch entsteht ein dynamisches Gefüge, das förderlich ist für die Innovationskraft des Rudels bzw. des Teams und des Unternehmens. Einfachheit - alles andere, als einfach Wie richtig dieser Ansatz ist, sehe ich jeden Tag in der Unternehmenspraxis. In diesem Artikel in der Computerwoche werden ebenfalls einige spannende Beispiele genannt. Natürlich erfordert es einiges an Brainpower, diese klare Regeln zu entwickeln: Einfachheit ist alles andere als einfach – wie es in dem Artikel so schön heißt. Aber es lohnt sich! Ihre Gudrun Happich     Bildquelle: Pixabay

Arbeitsmodelle: Es geht auch anders!

Liebe Leistungsträgerblog-Leser, diese Woche bin ich auf einen interessanten Artikel über alternative Arbeitsmodelle gestoßen. Probieren, wovon andere nur sprechen Verschiedene Berliner Unternehmen werden hier beschrieben, die es einfach mal aus probieren – höchst erfolgreich im Übrigen – wovon, so viele sprechen: flexible Arbeitszeitmodelle, Wegfall der Präsenzkultur, Reduzierung von Bürokratie, Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter … Mut, Glaubenssätze zu hinterfragen Diese Ansätze werden sich vielleicht im Laufe der Zeit zum Teil überholen, weiter entwickeln oder als nicht gangbar erweisen und natürlich handelt es sich um vergleichsweise kleine Agenturen, bei denen vieles einfacher umzusetzen ist, als in Großkonzernen. Trotzdem: Ich finde es klasse, wie hier mit neuen Möglichkeiten jongliert wird und Menschen den Mut haben, lange tradierte Glaubenssätze – wie z.B. „Mitarbeiterautonomie funktioniert nicht“ – zu hinterfragen und über Bord zu werfen. Spannend finde ich: Alle der genannten Agenturen beraten andere Unternehmen, die ebenfalls anders, modern arbeiten wollen, einen neuen Führungsstil implementieren wollen. Sie leben also das vor – und das ist das entscheidende –, was sie ihren Kunden verkaufen. Aus meiner Sicht ist das der einzige Weg, um Glaubwürdigkeit zu erlangen. Und noch einen weiteren wichtigen Aspekt kann man aus diesen Erfolgsgeschichten herauslesen: Neue Ansätze und Modelle funktionieren immer nur, wenn sie an den Bedürfnissen der anderen – in diesem Fall der Mitarbeiter – ausgerichtet sind. Ihre Gudrun Happich  

Vom Ende des Managements

Liebe Leistungsträgerblog-Leser, heute möchte ich Sie auf ein spannendes Interview aufmerksam machen. Der Autor und Berater Niels Pfläging stellt darin die These auf „Management ist tot“. Durch immer weiter zunehmende Komplexität und dynamische Märkte hätte sich das System von Weisung und Kontrolle, von hierarchischer Oben-unten-Ordnung überlebt. Wie Sie wahrscheinlich wissen, teile ich diese Einschätzung; ich habe dazu verschiedene Blog-Beiträge und Fachartikel (z.B: Die Schizophrenie des modernen Managements) veröffentlicht. Doch wie sieht die Lösung aus? Niels Pfläging meint dazu: „…Das Gegenmodell ist, sich auf die Zellstrukturen zu konzentrieren, die miteinander am Kunden leisten können. Die Organisation der Zukunft besteht darum aus funktional integrierten Zellen.“ Selbstorganisierte Zell-Einheiten Als Diplom-Biologin, die in ihren Führungskräfte Coachings mit dem mehrfach prämierten bioSystemik-Konzept stark an Lösungsstrategien aus der Natur orientiert ist, finde ich diese Zell-Analogie zu 100 % stimmig. Die Zukunft der Unternehmensführung sehe ich in flachen Hierarchien und kleinen, selbstorganisierten Zell-Einheiten. Segeln auf Sicht Die zunehmende Komplexität und Dynamik machen zudem eine neue Vorgehensweise nötig, die Unsicherheiten aushalten kann und mit der flexibel auf sich ständig verändernde Rahmenbedingungen reagiert werden kann. Diesen iterativen, sich langsam vortastenden Schritt für Schritt-Führungsstil kann man auch als Segeln auf Sicht bezeichnen. Gelingen kann das nur, wenn Führungskräfte von ihren Unternehmen Rückendeckung erhalten und die Möglichkeit, Fehler zu machen, dazuzulernen - und wenn ein gewisses Maß an Unsicherheit als Teil der neuen Realität akzeptiert wird. Wie ist Ihre Meinung dazu? Ich freue mich über Ihre Kommentare! Ihre Gudrun Happich

Charakterköpfe in den Führungsetagen?

Liebe Leistungsträgerblog-Leser, heute möchte ich Sie auf den wie ich finde wirklich guten Artikel im Manager Magazin hinweisen: Was bei der Führungskräfte-Auswahl schief läuft. Zurück in die Normspur! In verschiedenen Artikeln – unter anderem im Harvard Business Manager, Karrierebibel – habe ich immer wieder darüber geschrieben, was ich mal als „Schizophrenie des modernen Managements“ bezeichnet habe. Da suchen die Unternehmen Charakterköpfe, Menschen mit Ecken und Kanten, sprechen von modernen Führungsidealen und Transparenz – am Ende wird dies aber vielerorts in der Praxis noch immer vollkommen verwässert. Da werden eigentlich innovative Führungspersönlichkeiten eingestellt, die wirklich etwas bewegen wollen. Diese werden dann aber systematisch in die Normspur zurückgedrängt. Michaela Bürger, Ex-Führungskraft bei Siemens, trifft mit ihren Worten meines Erachtens genau den Kern des Problems: Wir brauchen Menschen, die sich nicht scheuen, die Wahrheit zu sagen - auch wenn diese unbequem sein mag - und die mutig für das eintreten, was für sie richtig und wichtig ist, auch wenn es zu ihrem Nachteil sein könnte. Denen es um Gerechtigkeit und das Ausloten aller denkbaren Möglichkeiten, auch jenseits ihrer Karriereambitionen, geht und die somit nicht in erster Linie die Erweiterung ihrer persönlichen Macht im Fokus haben. Gibt es die überhaupt (noch)? Es gibt sie. Doch oft sind sie gerade in hierarchisch geprägten Strukturen und Unternehmen nicht gewollt. Obwohl Charakterstärke erkannt und insgeheim bewundert wird, vermeiden es Chefs und Personalverantwortliche in letzter Konsequenz oft, genau diesen Persönlichkeiten Machtpositionen zu geben und sich somit auch mit der Klarheit ihrer Worte und ihrer Haltung auseinandersetzen zu müssen. Es bleibt zu hoffen, dass mehr und mehr Unternehmen hier umdenken und Mut zu Charakterköpfen haben. Meine Erfahrung zeigt: Nur dort, wo dies umgesetzt wird, gedeihen langfristig Innovation und Erfolg. Ihre Gudrun Happich

Erfüllung im Job? Ja, das geht!

Unmotivierte, permanent an der Grenze zum Burnout lavierende Führungskräfte, die lieber gestern als morgen den Job an den Nagel hängen würden – wenn nur das liebe Geld nicht wäre. Wenn ich mich manchmal so durch die Medien lese, komme ich aus dem Kopfschütteln kaum heraus und ich frage mich: Warum hat die dort beschriebene Jobwirklichkeit so wenig zu tun, mit dem, wie ich meine Arbeit erlebe und wie es auch viele meiner Klienten im Executive Coaching tun oder dies zumindest anstreben: seine Arbeit wirklich von Herzen gern zu tun, sie als wichtige Lebensbereicherung, ja, als Erfüllung zu erleben ist irgendwie out. Oder? Nach der Rente weiter arbeiten – aus Freude! Es scheint doch auch noch andere Exoten da draußen zu geben, wie ich einer Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) erfreut entnehme. Demnach wollen viele Hochqualifizierte über das Rentenalter hinausarbeiten. Und zwar in erster Linie eben nicht aus finanziellen Gründen, sondern weil ihnen ihre Arbeit schlicht Freude bereitet. Untersuchungsleiter Wido Geis sagt dazu in einem Artikel der Welt: "Insbesondere Hochqualifizierte, bei denen der Beruf auch in großem Maße Selbstverwirklichung bedeutet, wollen weiterarbeiten. Die Freude am Beruf ist gerade bei den gut Gebildeten mit sehr hohen Einkommen eine sehr wichtige Antriebskraft." Erfolg und Erfüllung Die Frage ist nun: Was unterscheidet jene Hochqualifizierten, die ihren Job als lästige Mühsal und reine Geldquelle empfinden, von jenen, die ihn mit Leidenschaft tun und ihn als Energiequelle sehen? Wer sich für Antworten interessiert, dem empfehle ich die Lektüre (oder das Anhören) meines aktuellen Buchs „Was wirklich zählt“, denn es geht darin genau um dieses Thema: Warum sind so viele erfolgreiche Menschen unzufrieden? Und wie schafft man es Erfolg und Erfüllung zu verbinden? Eines vorab: Wer diesen Weg geht, auf den kommt Arbeit zu. Er wird sich einige grundsätzliche Fragen stellen und sich...

Führen mit Achtsamkeit und Intuition

Vor zwei Jahren, auf der Messe „Zukunft Personal“, habe ich Prof. Dr. Peter Kruse zum ersten Mal live erlebt. Mich hat damals total gefreut, dass er seine Werte und Thesen, die ich seit langem sehr schätze, auch in seinem persönlichen Auftreten authentisch lebt. Wenn ich einen Artikel von ihm finde, lese ich ihn mit Spannung und bin regelmäßig begeistert, von seiner Klugheit und der Gabe, die Dinge auf den Punkt zu bringen. So ging es mir auch wieder bei dem Interview Warum Führung heute anders geht in der Computerwoche. Kehrtwende Wenn Sie regelmäßig meinen Leistungsträger-Blog lesen, dann kennen Sie meine Ansicht: die Kehrtwende in Sachen Führung ist längst kein „Könnte“ mehr, sondern ein überfälliges „Muss“. Ich erlebe dies täglich in den Gesprächen mit Klienten im Executive Coaching und vor Ort in den Unternehmen, ich entnehme es den Medien und diversen Studien. In einer der letzten Umfragen des Galileo . Instituts zu den Führungsherausforderungen gab die Hälfte der Umfrageteilnehmer an, dass Planbarkeit quasi kaum mehr möglich ist, aber trotzdem vom Chef erwartet wird. Aufgeblasene, unflexible Unternehmensapparate Selbst in Firmen, in denen die Chefetage mittlerweile eingesehen hat, dass sich die Führungsstruktur ändern muss, geht dies oft sehr träge vonstatten. In vielen Unternehmen wurde schließlich über Jahrzehnte so sehr das Augenmerk auf Controlling, Verwaltung und ähnliches gelegt, dass sie zu aufgeblasenen Apparaten wurden, die kaum mehr beweglich scheinen. Dabei ist gerade Flexibilität heute wichtiger denn je! Da hilft nur: Dranbleiben, weitermachen, erkennen, dass es ohnehin gar nicht mehr anders geht. Oder wie Peter Kruse schreibt: Jetzt geht es nicht mehr um die Professionalisierung von Management, sondern um die Professionalisierung von Unternehmertum. Das hatte schon immer diese instabile Komponente. Ein Unternehmer ist jemand, der mit Achtsamkeit und Intuition Marktdynamik aufgreift, seine Wette setzt und sich einlässt auf nicht planbare Prozesse.   Ich freue mich...
CIO