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Täglich gelesen von rund 1.000 Geschäftsführern, Vorständen und C-Levels

Seit 2010 veröffentliche ich im Leistungsträger-Blog wöchentlich einen Artikel zu Themen wie moderne Führung, Transformation, Strategie, Positionierung und Leistungserhalt. Gespickt mit realen Fallbeispielen und geprägt von pragmatischen Best-Practice-Lösungen wurde mein Blog mehrfach ausgezeichnet und ist über die Jahre zur geschätzten Lektüre für Geschäftsführer, Vorstände und C-Levels geworden.

Transformation beschleunigen – der Sprung in die nächste Liga

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Das Zuckertütchenspiel: Wie Sie komplexe Aufgaben lösen

Immer häufiger werden Führungskräfte mit schwierigen, unübersichtlichen Situationen konfrontiert. Sie stehen vor der Herausforderung, zunehmend komplexe Aufgaben zu bewältigen. Hier gilt es, den Überblick zu gewinnen, sich auf das wirklich Wichtige zu konzentrieren - und die Verantwortung dorthin zu packen, wo sie hingehört. Im 19. Kapitel von "Ärmel hoch!" erfahren Sie, wie Sie souverän bleiben, auch wenn die Lage unübersichtlich ist wie Sie im Chaos den Überblick zurückgewinnen wie Sie in komplexen Situationen Lösungswege finden

Haftungsrisiken für Manager

Ausgangspunkt für Audits und Unternehmenssicherheit zur Gestaltung der Verantwortlichkeiten Lesen Sie diesen Gastartikel von Dr.-Ing. Klaus-Rainer Müller, Senior Management Consultant bei der ACG Automation Consulting Group GmbH (www.acg-gmbh.de). Der Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Je höher die Führungsebene, desto größer sind die Gestaltungsmöglichkeiten. Gleichzeitig nehmen jedoch Verantwortung und Risiken zu. Hieraus resultiert zweierlei: zum einen muss die persönliche Verantwortlichkeit klar geregelt sein. Zum anderen sollte die verantwortliche Führungskraft hinreichend wissen, in welchem Status sich das jeweilige Führungsobjekt befindet. Die Verantwortungsübernahme für ein Projekt, das unter den gegebenen Rahmenbedingungen absehbar scheitern wird, kann die Gefährdung der Karriere bedeuten. Die Beauftragung zum Compliance-Officers bringt persönliche Risiken mit sich, wie der Bundesgerichtshof in einem Urteil zur Garantenpflicht ausgeführt hat. Von Führungskräften wird Leadership verlangt: Weitsicht und Urteilsfähigkeit, richtige und schnelle Entscheidungen, Charisma und Vorbildfunktion sowie die Motivation der Mitarbeiter zu Spitzenleistungen. Hiermit einher geht die Fürsorgepflicht für Mitarbeiter, deren Verletzung zur persönlichen Haftung führen kann. Die persönliche Entscheidungskompetenz für Mittel und Ressourcen steht oft nicht im Einklang mit den Erfordernissen. Entscheidungsvorlagen mit anschließend gut dokumentierten Entscheidungen können hier Risiken mindern. Wer schließlich die Position eines Geschäftsführers erklommen hat, muss „in den Angelegenheiten der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes“ (§ 43 GmbHG) anwenden. Bei einer Verletzung seiner Obliegenheiten haftet er. Dieses Risiko steigt bei mehreren Geschäftsführern, die nun „solidarisch für den entstandenen Schaden“ haften und somit für das Handeln ihrer Geschäftsführerkollegen einstehen. Wichtige administrative Verantwortlichkeiten in der Geschäftsführung sind die Ordnungs­mäßigkeit der Buchführung und die Abführung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Hinzu kommt die Verantwortung für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie für den Datenschutz. Deutlich schärfere Regelungen treffen Vorstandsmitglieder. Sie haben „die Sorgfalt eines ordentlichen“ und zudem „gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden“ und haften, wenn sie „ihre Pflichten verletzen“. Zusätzlich ergibt sich für Vorstandsmitglieder aus der Beweislastumkehr eine deutliche Risikoverschärfung: sie selbst müssen beweisen, dass sie keine...

Motive der menschlichen Persönlichkeit

Am 10. Juni fand das dritte Treffen der Community . für Human Excellence statt. Die Teilnehmerin Heide Liebmann hat – wie schon nach dem ersten Treffen – ihre Eindrücke zusammengefasst und mir als Gastartikel zur Verfügung gestellt: Das Reiss-Profile – was steuert Menschen im Innersten? Auf dieses Treffen war ich wirklich gespannt. Alle Teilnehmer (außer mir, weil ich einen Test dieser Art bereits kannte) hatten im Vorfeld 128 Fragen beantwortet. Die Auswertung des so genannten Reiss-Profils soll dazu dienen, die grundlegenden Werte, Ziele und Motive einer Person zu bestimmen. Das Reiss-Profile wurde von Prof. Dr. Steven Reiss, Professor für Psychologie und Psychiatrie an der Ohio State University (USA), entwickelt. Er ist ein führender Motivationsforscher, der sich der Frage widmet, was Menschen eigentlich antreibt in ihrem Leben. Mit dem Reiss-Profile lassen sich die grundlegenden Werte, Ziele und Motive der menschlichen Persönlichkeit aufzeigen. Auf der Basis von 16 so genannten Lebensmotiven kann man sehen, welche dauerhaften individuellen Aspekte das Handeln eines Menschen von innen her bestimmen. Offenbar ist es so, dass jeder Mensch genau diese 16 Lebensmotive als Bestandteil seiner Persönlichkeit aufweist, nicht mehr und nicht weniger. Je nachdem, wie ausgeprägt das jeweilige Motiv ist, entsteht die Individualität einer Persönlichkeit. Daraus ergeben sich über 6.000.000.000 verschiedene Persönlichkeitsprofile. Es geht beim Reiss-Profile also weniger um Typologien, wie in den üblichen Persönlichkeitsprofilen, sondern vielmehr darum, die individuelle Persönlichkeit in ihren unterschiedlichen Aspekten zu erfassen. Der Schwerpunkt liegt darin, die Selbsterkenntnis zu erweitern, sein Potenzial zu erkennen, mögliche Unterschiede in Selbst- und Fremdbild wahrzunehmen und seine Interaktion mit anderen Personen zu überprüfen. Missverständnisse klären Gudrun erläuterte uns zunächst das Prinzip, nach dem die Auswertungen aufgebaut sind. Alle 16 Grundmotive werden nämlich aufgelistet, und man sieht dann rote und grüne Balken, die als „niedrige“ bzw. „hohe“ Ausprägung gewertet werden. Das sorgte erst einmal für etwas Verwirrung:...

Feel it! So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen

Rezension zum Buch von Andreas Zeuch In letzter Zeit setzt sich ja mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass ein Management, das allein auf Zahlen beruht, nicht unbedingt funktioniert. Dass ich in meinem Beruf als Executive Coach auch stark auf meine Intuition vertraue, ist ja vielen noch einsichtig, aber dass man auch als Führungskraft ruhigen Gewissens Bauchentscheidungen treffen darf, wird vielleicht teilweise verstanden, aber nicht unbedingt gern offen kommuniziert. Deshalb war ich sehr gespannt auf das Buch von Andreas Zeuch: In „Feel it! So viel Intuition verträgt Ihr Unternehmen“ zeigt er auf, wieso der Kopf allein kein Unternehmen führen kann. Im ersten Teil entlarvt er einige Lügengeschichten, wie zum Beispiel, dass Management wissenschaftlich fundiert sei oder dass erfolgreiche Entscheidungen auf vollständigen Informationen beruhen würden. Auch die Vorstellung, dass Controlling mittels wissenschaftsbasierter Steuerungsinstrumente erfolgt, gehört zu den Mythen, die er schonungslos, dabei aber immer sachlich und wohlbegründet, auseinander nimmt. Außerdem erfährt man hier, was den Autor am Thema „Nichtwissen“ fasziniert. Und das ist im Zusammenhang mit Intuition wirklich interessant, denn er kann zeigen, dass Nichtwissen gleichgesetzt wird mit Unsicherheit, und die wiederum macht vielen Angst. Vor allem dann, wenn es um wirklich wichtige Entscheidungen geht. Wir tun also viel dafür, uns sicher zu fühlen – und Zahlen vermitteln uns die Illusion von Sicherheit. Nichtwissen äußert sich manchmal aber auch in einem Zuviel an Wissen, das man dann gar nicht mehr sortiert und strukturiert bekommt. Dennoch müssen ja Entscheidungen gefällt werden, selbst dann, wenn man als einzelner Manager die Fülle der Fakten gar nicht mehr überschauen kann. Wir brauchen also ein anderes Steuerungsinstrument, und wir haben es auch, nur oft noch nicht professionalisiert genug. Das ist eben die Intuition. Im zweiten Teil seines wirklich lesenswerten Buchs fragt Andreas Zeuch dann danach, wie viel Intuition Ihr Unternehmen verträgt – und findet spannende Antworten...

Das Ökosystem Management verstehen

Auf e-fellows.net, dem Online-Stipendium & Karrierenetzwerk, ist ein neuer Ausschnitt aus "Ärmel hoch!" erschienen: Wie kann man in einem Meeting die Entscheidung des Vorstands zu den eigenen Gunsten beeinflussen? In ihrem Buch "Armel hoch!" erklärt Gudrun Happich, warum in den oberen Management-Ebenen inhaltliche Argumente wenig Gewicht haben, und wie man seine Mit-Manager von der eigenen Position überzeugt. Unter anderem erkläre ich dort, wie man Entscheidungen beeinflussen kann, warum Beziehungen wichtiger sind als Inhalte und wer beim Kampf um die Aufmerksamkeit gewinnt. Auch wie Sie ein Beziehungsdiagramm als Strategie-Fahrplan und die Stärken Ihrer Verbündeten nutzen können, erfahren Sie dort. Einfach direkt im Artikel "Überzeugungsstrategien im Management" weiterlesen.

Ganz oben – und trotzdem unzufrieden?

Erfolgreiche Leistungsträger, die eine Karrierestufe nach der anderen erklimmen, sind meiner Erfahrung nach oft sehr getrieben vom Wunsch nach Anerkennung und Einfluss. Häufig werden dem Erfolg über lange Zeiträume andere Dinge untergeordnet: Freizeitinteressen oder die Familie kommen zu kurz. Wenn man dann aber scheinbar alles erreicht hat und es im Job kaum noch neue Herausforderungen gibt – was dann? Das Manager-Magazin hat unter dem Titel Die müden Manager dazu kürzlich einen sehr scharfsinnigen Artikel veröffentlicht. Von hier aus nur noch abwärts – oder? Mir begegnen im Executive Coaching zuweilen Klienten, die nach außen hin auf dem Zenit ihrer Karriere und ihrer Macht stehen. Und das ist genau das Problem: Von hier aus geht es scheinbar nur noch nach unten. Plötzlich fallen diese Leute in ein tiefes Loch. Man könnte tatsächlich auch Sinnkrise dazu sagen. So richtig Spaß macht die Arbeit nicht mehr, die doch bisher der Haupt-Lebensinhalt war. Sich weiterhin zu motivieren, fällt schwer. Also sucht man sich die Herausforderungen eben anderswo. Und das hat schon zu manch unschönem Karriereende geführt, weil ein Unternehmen von seinen Topmanagern zu Recht erwarten darf, dass sie sich engagiert für dessen Belange einsetzen. Gerade die hoch engagierten Leistungsträger, also diejenigen, die für ihre Karriere buchstäblich alles gegeben haben, sitzen dann manchmal vor mir und geben zu: „So kann es nicht mehr weitergehen. Aber ich komme da doch nicht mehr raus!“ Executive Coaching für die eigene Vision Tatsächlich haben sie den ersten Schritt „da raus“ aber bereits getan, indem sie sich erlauben, in einem Coaching darüber nachzudenken, wie es weitergehen könnte. Hier kann sich jeder mit der Frage auseinandersetzen, welche Schritte jetzt dran sind, ob er sich vielleicht ganz neu orientiert oder einen Weg findet, sich neu zu motivieren. Ich bin davon überzeugt – und die Erfahrung bestätigt das immer wieder – dass es für...