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Täglich gelesen von rund 1.000 Geschäftsführern, Vorständen und C-Levels

Seit 2010 veröffentliche ich im Leistungsträger-Blog wöchentlich einen Artikel zu Themen wie moderne Führung, Transformation, Strategie, Positionierung und Leistungserhalt. Gespickt mit realen Fallbeispielen und geprägt von pragmatischen Best-Practice-Lösungen wurde mein Blog mehrfach ausgezeichnet und ist über die Jahre zur geschätzten Lektüre für Geschäftsführer, Vorstände und C-Levels geworden.

Transformation beschleunigen – der Sprung in die nächste Liga

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Jetzt ist es offiziell: Frauen und Männer sind doch gleich

Wahrscheinlich wissen Sie es ohnehin schon, wenn Sie regelmäßig diesen Blog lesen: Ich bin kein Freund von Pauschalierungen. Deswegegen rege ich mich auch jedes Mal ein klein wenig auf, wenn ich mal wieder lese oder höre: Na, das ist ja typisch Mann/Frau! Besonders störend sind für mich solche Reduzierungen im Berufsleben. Verstehen Sie mich nicht falsch: Als Biologin bin ich mir sehr wohl darüber im Klaren, dass es Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt und dass Mann und Frau in der Evolutionsgeschichte unterschiedliche Rollen eingenommen haben. Ich frage mich bloß, ob der Unterschied heute nicht gerne größer geredet wird, als er es eigentlich ist? Themen im Coaching sind höchst individuell Als Business Coach jedenfalls kann ich keinerlei geschlechtsspezifische Besonderheiten bei „meinen“ Leistungsträgern feststellen. Die Themen und Herausforderungen, die sie im Führungskräfte Coaching bewegen, sind größtenteils unabhängig davon, ob es sich um Männer oder Frauen handelt, sondern höchst individuell. Da freut es mich doch sehr, dass ich gestern auf eine amerikanische Studie gestoßen bin, deren Ergebnis meine Erfahrungen bestätigt. Im Blog von Reiss Profile Germany schreibt Peter Boltersdorf dazu: Die Erkenntnisse decken sich sowohl mit den Forschungen von Steven Reiss zum Thema Persönlichkeit als auch mit meinen eigenen Erfahrungen bei der Anwendung seiner Theorie in der Praxis. So wissen wir, dass die grundlegenden Werte, Ziele und Motive jeden Menschen unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft prägen. Geschlechtsspezifische Unterschiede zeigen sich hingegen auf der Verhaltensebene als Ausdruck soziokultureller Bedingungen. Was denken Sie: wieder eine dieser Studien, wenige Wochen später wird eine andere Studie genau das Gegenteil „nachweisen“? Oder haben auch Sie in Ihrem Berufsleben die Erfahrung gemacht, dass das Geschlecht im Grunde keine Rolle spielt? Ich freue mich über Ihre Erfahrungen. Ihre Gudrun Happich

Von Fröschen und Burnouts

Gestern las ich, dass die Bundesregierung Work-Life-Balance als Wahlkampfthema erkoren hat. Da dachte ich mir, ich erzähle Ihnen heute dazu passend die tragische Geschichte vom Frosch. Eine sehr verbreitete, wenn auch wissenschaftlich unhaltbare, Legende, die erfahrungsgemäß aber ein hervorragender Augenöffner ist. Ein Frosch springt versehentlich in einen Topf mit kochendem Wasser. Was passiert? Er wird alles daran setzen, sich irgendwie zu retten. Möglicherweise schafft er es. Nehmen wir nun an, dass auf der Herdplatte ein Topf mit normal temperiertem Wasser steht. Wieder springt ein Frosch hinein, der sich dieses Mal recht wohl darin fühlt. Wenn Sie nun jedoch die Temperatur ganz langsam erhöhen, nimmt die Geschichte ein tödliches Ende: Das Tier stirbt, ohne dass es auf die Idee kommt, um sein Leben zu kämpfen. Angeblich, weil der Frosch ein sehr anpassungsfähiges Wesen ist. So kann er sich dem Mythos zufolge auch auf jede kleine Temperaturerhöhung einstellen – so lange, bis eine tödliche Schwelle überschritten ist. Ein Augenöffner, um rechtzeitig "Stopp" zu sagen Diese Geschichte erzähle ich manchmal Klienten im Führungskräfte Coaching. Sie reagieren oft bestürzt, aber der tragische Tod des Frosches ist auch ein guter Augenöffner für ihre eigene Situation. Wir Menschen sind sehr anpassungswillige und anpassungsfähige Wesen. Auch uns kann ein schleichender Anpassungsprozess unbemerkt in Situationen und Positionen bringen, zu denen wir gar nicht hinwollten. Wenn die Veränderungsschritte nur klein genug sind, merken wir oft nicht, dass die Richtung nicht mehr stimmt und wir uns allmählich verbiegen. Das heißt, wir passen uns an Umstände an, die uns nicht gut tun oder sogar Schaden zufügen. Die Temperatur steigt unmerklich aber stetig, bis der Burnout oder eine andere Erkrankung deutlich „Stopp“ signalisiert. Lassen Sie es nicht so weit kommen, passen Sie sich nicht an, sondern gestalten Sie Ihre Karriere. Sie hören lieber? Hier geht es zur passenden Episode in meinem Podcast "Leben an...

Umfrage-Ergebnisse: Die HR-Herausforderungen 2013

Liebe Leistungsträger-Blog-Leser! Ich danke allen, die an meiner Umfrage zu den HR-Herausforderungen 2013 teilgenommen haben. Wie angekündigt habe ich unter allen Teilnehmern, die Ihre E-Mail-Adresse angegeben haben, ein Karriere-Coaching am Telefon verlost, das Coaching mit der Gewinnerin wird demnächst stattfinden. Die Ergebnisse der Umfrage sind spannend – insbesondere, wenn man sie mit den Resultaten der gleichen Umfrage im Vorjahr vergleicht. Mitarbeiterbindung, Gewinnung neuer Leistungsträger, Stressmanagement Der Fachkräftemangel hat mittlerweile fast alle Branchen erreicht. Erwartungsgemäß wurden daher von der Mehrzahl der Umfrageteilnehmer Mitarbeiterbindung (57,6 %) und die Gewinnung neuer Leistungsträger (54,5 %) als die HR-Top-Themen 2013 genannt. Stressmanagement wird von 48,5 % der Befragten als größte Herausforderung im Personalmanagement angesehen. Das sind deutlich mehr als in der gleichen Umfrage des Vorjahres. Die Kosten im Unternehmen werden durch die Stress-Auswirkungen wohl langsam so hoch, dass unbedingt gehandelt werden muss. Auch im Führungskräfte Coaching stelle ich fest, dass Wege aus der Überforderung und eine individuell stimmige Work-Life-Balance für die Klienten immer wichtiger werden. Das Thema „Leistungsträger entsprechend ihren Talenten einsetzen und fördern“ wird von 45,5 % der Umfrageteilnehmer als wichtigste HR-Herausforderung 2013 eingeschätzt. Dieser Aspekt wurde mit rund 64,4 Prozent der Nennungen im letzten Jahr deutlich wichtiger eingestuft.. Auch der Bereich „Führungskompetenz von mittlerem Management und 2. Führungsebene verbessern“ wird mit 39,4 % der Nennungen weniger priorisiert als im Vorjahr (52 %). Platz 6 teilen sich „Die Etablierung eines modernen Führungsstils/Social Leadership“ mit 33,3 % (2012: 40 %). und „Veränderungsprozess stabil gestalten“ mit 33,3 % (2012: 36 %) der Stimmen. Mit etwas größerem Abstand und kaum merklicher Änderung zum Vorjahr folgt die „Vorbereitung auf eine (neue) Führungsrolle“ mit 18,2 %. Ganz neu im Ranking der HR-Herausforderungen ist mit 15, 2 Prozent die Eingliederung der Generation Y in das Unternehmen. Unterstützung in Krisensituationen halten dagegen 2013 nur 9,1 % (2012: 16 %) und die...

Galileo-Buch-Tipp: Coaching mit Dream Guidance

Den ungewöhnlichen Ansatz Dream Guidance meiner Kollegin Birgitt Morrien hatte ich schon länger auf dem Radar. Ich verfolgte ihre Arbeit, habe sie Klienten empfohlen und war deshalb auch neugierig auf ihr neues Buch „Coaching mit Dream Guidance“. In meinem langersehnten Urlaub Anfang des Jahres wollte ich einfach mal die Seele baumeln lassen, entspannen. Fachliteratur im herkömmlichen Sinne gehört für mich definitiv nicht zu solch einer Auszeit. Aber irgendwie schlich sich das Buch in mein Gepäck… Tatsächlich verschlang ich das Buch schon am zweiten Tag. Klar: Bücher über Karriere oder Coaching-Methoden gibt es viele. Was macht dieses Buch anders? Der Weg zu sich selbst und zur beruflichen Vision Das Buch beschreibt in unterschiedlichen Stufen den Weg zu sich selbst und zur beruflichen Vision. Aufhänger ist die von Birgitt Morrien entwickelte Methode Dream Guidance. Wer annimmt, dass es sich um einen esoterischen, abgehobenen Selbstfindungstrip handeln könnte, wird bereits auf den ersten Seiten eines besseren belehrt. Dieses Buch ist pragmatisch und spirituell. Offen, authentisch und feinfühlig beschreibt die Autorin, wie der Prozess funktioniert. Und: Sie beschränkt sich dabei nicht nur auf die Success Stories, sondern erwähnt auch einen Klienten, der mit der Methode gar nichts anfangen kann. Diese Offenheit schafft Vertrauen. Birgitt Morrien belegt ihre Ideen und Hypothesen durch wissenschaftliche Studien (inkl. Zitaten und Literaturangaben). Viele andere Autoren kommen zu Wort, die über Dream Guidance berichtet haben. Im praktischen Teil III gibt es konkrete Übungen und Beispiele, wie eine Antwort oder ein Ergebnis aussehen könnte, abgerundet von einem Originalzitat eines Klienten oder einer Klientin. Fazit: Das Buch macht definitiv Lust auf mehr! Hier gibt es mehr Infos dazu http://www.coaching-blogger.de Ihre Gudrun Happich Coaching mit Dream Guidance Birgitt Morrien 206 Seiten, broschiert, Euro € 17,99 ISBN 978-3-466-30948-1  

Umfrage: Die HR-Herausforderungen 2013

In den vergangenen Monaten wurde in den Medien viel geschrieben über die auf Mitsprache und Selbstbestimmung drängende Generation Y und die Probleme, die viele Unternehmen damit haben. Ebenfalls Dauerbrenner-Themen: Überforderte und unfähige Führungskräfte und der Wettbewerb der Unternehmen um die besten Mitarbeiter. Sind dies auch die HR-Schwerpunkte 2013 in Ihrem Unternehmen? Es hat mittlerweile schon Tradition, dass ich zum Beginn des Jahres eine Umfrage zu den HR-Herausforderungen durchführe. Im vergangenen Jahr stufte die Mehrheit der Befragten Mitarbeiterbindung als brisantestes Thema im Personalmanagement ein. HR-Umfrageergebnisse 2012. Welche Themen halten Sie für besonders brisant? Was glauben Sie sind in Ihrem Unternehmen in diesem Jahr die wichtigsten Personalmanagement-Themen und was wird getan, um diese zu bewältigen? Ich freue mich, wenn Sie an der Umfrage zu den „HR-Herausforderungen 2013“ teilnehmen. Ich gebe Ihnen wie immer eine Auswahl an Themen vor, die ich aufgrund der Gespräche mit Klienten im Führungskräfte Coaching, dem engen Kontakt mit HR-Verantwortlichen vieler Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen und der Medienberichterstattung für besonders brisant halte. Sie haben aber auch die Möglichkeit, „Ihre“ HR-Themen zu ergänzen, falls sie nicht genannt sind. Die Umfrage läuft bis einschließlich 31. Januar 2013. Damit wir alle von den Ergebnissen profitieren können, werden sie anschließend wieder hier im Leistungsträger-Blog veröffentlicht. Jetzt an der Umfrage teilnehmen! Telefon-Coaching zu gewinnen! Unter allen Teilnehmern verlose ich ein einstündiges Telefon-Coaching zu einem Karriere-Thema Ihrer Wahl. Die Angabe Ihrer E-Mail-Adresse ist freiwillig, sie ist nicht öffentlich sichtbar und wird nur für die Verlosung verwendet. Ich freue mich, wenn Sie den Link zur Umfrage in Ihrem Netzwerk teilen - je mehr Leute sich beteiligen, desto spannender und aussagekräftiger sind natürlich die Ergebnisse! Ihre Gudrun Happich Update: 19.02.2013 - Die Ergebnisse der Umfrage HR-Herausforderungen 2013 finden Sie in diesem Beitrag.

Umfrageergebnisse: Karriereschwellen von Leistungsträgern

Ganz herzlichen Dank an alle, die sich an meiner Umfrage zu den Karriereschwellen von Leistungsträgern beteiligt haben. Insgesamt waren es 65 Teilnehmer – das ist zwar noch steigerungsfähig, aus den Ergebnissen lassen sich aber interessante Stimmungstendenzen von Führungskräften und Experten in Schlüsselposition ableiten. Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen erlaubt und sie wurde natürlich anonym durchgeführt. Hier die wichtigsten Ergebnisse: Mangelnde Klarheit Der Mehrheit (64 %) der Befragten fehlt oder fehlte Klarheit über die berufliche Perspektive. Zu den häufigsten Nennungen gehört zudem der Wunsch nach mehr Souveränität in der eigenen Rolle (48,4 %) und nach einem Karriereaufstieg (43,8 %). Dieser Mangel an Klarheit überrascht mich nicht. Ich bin im Führungskräfte Coaching immer wieder erstaunt, wie oft gerade die Leistungsträger die Karriereplanung vernachlässigen – häufig identifizieren sie sich in ihrer Leistung so stark mit ihrem Unternehmen, dass sie den Überblick verlieren. Erschreckend ist die große Anzahl – 42 %! –, die angeben, dass sie nur noch funktionieren und keinen Spaß mehr bei der Arbeit haben. Auch Veränderungssituationen im Unternehmen (rund 36 %), die Vorbereitung auf eine neue Rolle (26,6 %) oder das Finden der besten Position im Unternehmen (25 %) werden von den Befragten als Krisensituationen genannt. Rund 19 % sind zwar beruflich erfolgreich, aber ihr Privateben ist zerrüttet. Über ein permanentes Überlastungsgefühl und Unzufriedenheit trotz steiler Karriere klagen jeweils 17 %. Die ersten Lösungsideen… Meiner Erfahrung nach leiden Leistungsträger oft längere Zeit unter solchen Situationen, versuchen zunächst selbst sie zu lösen und kommen ins Executive Coaching, wenn sich ihre Lösungsideen als nicht praktikabel erwiesen haben. Bei diesen ersten Lösungs-Impulsen dominiert gemäß der Umfrage der Unternehmenswechsel (58,3 %), vor dem kompletten Ausstieg aus der Karriere (40 %), dem Gedanken, besser werden zu müssen (36, 7 %) oder durch einen Karrieresprung (25 %) die Situation zu verbessern. Überrascht hat mich hier, wie häufig...