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Täglich gelesen von rund 1.000 Geschäftsführern, Vorständen und C-Levels

Seit 2010 veröffentliche ich im Leistungsträger-Blog wöchentlich einen Artikel zu Themen wie moderne Führung, Transformation, Strategie, Positionierung und Leistungserhalt. Gespickt mit realen Fallbeispielen und geprägt von pragmatischen Best-Practice-Lösungen wurde mein Blog mehrfach ausgezeichnet und ist über die Jahre zur geschätzten Lektüre für Geschäftsführer, Vorstände und C-Levels geworden.

Transformation beschleunigen – der Sprung in die nächste Liga

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Der Chef als Vorbild und Leitwolf

Man weiß ja im Grunde, wie stark die Wirtschaft und damit Aktienkurse mit psychologischen Faktoren zusammenhängen. Trotzdem ist es immer wieder verblüffend, wie schon die Vorankündigung eines Führungswechsels einen Aktienkurs zum Explodieren bringen kann. Sehr schön wird das in dem Artikel Was ein CEO vermag beschrieben. Und es wirft die Frage auf: Wie viel kann einer – auch wenn er Vorstandschef ist – in einem Dax-Konzern mit Zehntausenden Mitarbeitern wirklich ausrichten? Wer sich gut fühlt, tut intuitiv das Richtige Eine ganze Menge. Wenn der neue CEO das Zeug zur Identifikationsfigur, zum Vorbild und zum Leitwolf hat, wird der berühmt-berüchtigte Ruck durch die Belegschaft gehen. Wenn die Mitarbeiter glauben es geht aufwärts, wird es aufwärts gehen, weil sie ganz anders an die Dinge herangehen. Spannend finde ich, was Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post und Doktor der Neurobiologie im Artikel dazu sagt: Wer sich gut fühlt, tut intuitiv das Richtige. Das ist eine Erfahrung, die ich auch bei mir selbst und mit den Klienten im Executive Coaching immer wieder mache: Mit der inneren Klarheit ergeben sich die Dinge oft auf einmal wie von selbst, was vorher schwer war, fühlt sich auf einmal leicht an. Vertrauen und Werte Und wann hat ein CEO das Zeug zum Leitwolf? Das hat ganz viel mit Vertrauen zu tun. Und dieses entsteht unter anderem über gemeinsame Werte. Der Chef der Unternehmensberatung McKinsey, Dominic Barton, meint dazu, man „müsse die Werte, die in einer Firma stecken, erkennen und die Menschen weiterentwickeln. Das sei der Weg zum Erfolg.“ Eine der besten Methoden, die ich kenne, um Wertesysteme sichtbar zu machen, ist das 9 Levels-Modell. In meinem letzten Blog erfahren Sie mehr darüber. Ihre Gudrun Happich  

Die Bedeutung der gemeinsamen Werte

Schwarm-Intelligenz, Netzwerk, Kooperation – das „Wir“ rückt immer mehr in den Mittelpunkt. Unternehmerischer Erfolg lässt sich langfristig nur mit einem breiten, vielfältigen Wissens- und Talentepool erzielen, motivierten Mitarbeitern, die gemeinsam an einem Strang ziehen. Cultural Fit Eine solche Gemeinsamkeit, ein starkes Wir-Gefühl lässt sich sicher nicht nur über fachliche Kompetenzen herstellen. Mindestens ebenso wichtig ist die soziale Komponente. Bei grundlegenden Wertevorstellungen sollte es möglichst große Übereinstimmungen geben. Das sogenannte Cultural Fit Recruiting – also die Auswahl von Mitarbeitern, deren Haltung zu den Grundpfeilern der Unternehmenskultur passt – wird daher immer wichtiger. Zumindest theoretisch. Studie zum IT-Recruiting Gemäß einer aktuellen Studie wird selbst in der Innovationen gegenüber aufgeschlossenen IT-Branche die Bedeutung des Cultural Fit Recruiting zwar sehr hoch eingeschätzt, in der Praxis aber nicht wirklich umgesetzt. Obwohl 90 Prozent der IT-Unternehmen und 90 Prozent der IT-Fachkräfte glauben, dass Cultural Fit zu besserer Motivation und Performance der Mitarbeiter führt, gibt es kaum Konzepte, um zu überprüfen, ob Bewerber wirklich zur Unternehmenskultur passen. Arbeitgeber, die Cultural Fit vernachlässigen, haben mit hohen finanziellen Verlusten und Imageschäden zu rechnen. So schätzen Experten, dass die Kosten einer Fehlbesetzung das bis zu Dreifache des mit einer Position verbundenen Jahresgehalts betragen. Umso erstaunlicher ist, dass es gerade den IT-Arbeitgebern noch an ausgereiften Cultural Fit-Konzepten fehlt, um die passenden Mitarbeiter zu finden und dauerhaft an sich zu binden.(Quelle: 360° Cultural Fit-Studie für die IT-Branche, Hype Group, 2017). Das heißt, Unternehmen, die sich in diese Richtung weiterentwickeln und investieren, können sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern. Ihre Gudrun Happich

MBA – Vollzeit oder berufsbegleitend?

In meinen Executive Coachings habe ich es immer wieder mit Unternehmenslenkern und Führungskräften zu tun, die mit einem MBA-Studium ihrer Karriere und/oder ihrer Persönlichkeit nochmal einen Schub verpassen wollen. Grundsätzlich finde ich dieses immer Weiterentwickeln, diesen Wissensdurst ganz wunderbar. Die Frage ist aber, ob man ein MBA-Studium quasi als Nebenjob absolvieren kann? Oder ob es möglicherweise besser ist, mal für ein Jahr ganz auszusteigen. Kontakte gelten der Funktion Ein Klient von mir hat letzteres getan – und es bitter bereut. Nach der Auszeit nämlich hatte er sämtliche Business-Kontakte verloren, auf die er gezählt hatte. So wurde aus einem hochdotierten Manager ein Bittsteller mit MBA-Abschluss, der zig Absagen auf seine Bewerbungen bekam. Was immer wieder falsch eingeschätzt wird: Gute Business-Kontakte gelten stets der Funktion, nicht der Person. Ist die Funktion futsch, bröckelt in der Regel auch das Netzwerk weg. Eine andere Klientin hat den MBA berufsbegleitend gemacht – und konnte sich vor internen Angeboten anschließend kaum retten. Diese Variante ist allerdings mit einem enormen Aufwand verbunden. Vor Kurzem habe ich mit einer Journalistin der Süddeutschen Zeitung darüber gesprochen. Wenn Sie das Thema interessiert, dann können Sie hier den Artikel nachlesen. Ihre Gudrun Happich  

Erfüllung im Job? Ja, das geht!

Unmotivierte, permanent an der Grenze zum Burnout lavierende Führungskräfte, die lieber gestern als morgen den Job an den Nagel hängen würden – wenn nur das liebe Geld nicht wäre. Wenn ich mich manchmal so durch die Medien lese, komme ich aus dem Kopfschütteln kaum heraus und ich frage mich: Warum hat die dort beschriebene Jobwirklichkeit so wenig zu tun, mit dem, wie ich meine Arbeit erlebe und wie es auch viele meiner Klienten im Executive Coaching tun oder dies zumindest anstreben: seine Arbeit wirklich von Herzen gern zu tun, sie als wichtige Lebensbereicherung, ja, als Erfüllung zu erleben ist irgendwie out. Oder? Nach der Rente weiter arbeiten – aus Freude! Es scheint doch auch noch andere Exoten da draußen zu geben, wie ich einer Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) erfreut entnehme. Demnach wollen viele Hochqualifizierte über das Rentenalter hinausarbeiten. Und zwar in erster Linie eben nicht aus finanziellen Gründen, sondern weil ihnen ihre Arbeit schlicht Freude bereitet. Untersuchungsleiter Wido Geis sagt dazu in einem Artikel der Welt: "Insbesondere Hochqualifizierte, bei denen der Beruf auch in großem Maße Selbstverwirklichung bedeutet, wollen weiterarbeiten. Die Freude am Beruf ist gerade bei den gut Gebildeten mit sehr hohen Einkommen eine sehr wichtige Antriebskraft." Erfolg und Erfüllung Die Frage ist nun: Was unterscheidet jene Hochqualifizierten, die ihren Job als lästige Mühsal und reine Geldquelle empfinden, von jenen, die ihn mit Leidenschaft tun und ihn als Energiequelle sehen? Wer sich für Antworten interessiert, dem empfehle ich die Lektüre (oder das Anhören) meines aktuellen Buchs „Was wirklich zählt“, denn es geht darin genau um dieses Thema: Warum sind so viele erfolgreiche Menschen unzufrieden? Und wie schafft man es Erfolg und Erfüllung zu verbinden? Eines vorab: Wer diesen Weg geht, auf den kommt Arbeit zu. Er wird sich einige grundsätzliche Fragen stellen und sich...

Sie haben Ihr Ziel erreicht – und jetzt?

In der Blog-Serie zu meinem Ratgeber „Was wirklich zählt“ haben wir uns auf die Reise zu Ihrer Idealposition gemacht: von der Bestandsanalyse der Ist-Situation, über die Definition Ihrer Stärken, dem Finden Ihrer Berufung und dem Umsetzen Ihrer Vision, um so Ihre Idealposition und damit Erfolg und Erfüllung zu finden. Ich habe als Führungskräfte Coach viele Klienten auf diesem Weg begleitet. Das Angekommensein empfinden alle als großes Glück: „Das ist genau das, was ich wirklich machen will“, Ich habe das Gefühl, dass ich mich gefunden habe“, „Ich fühle mich zu Hause“, „Mir fällt jetzt alles leicht. Das ist mein Ding“ - das sind typische Äußerungen von Menschen, die ihr Ziel erreicht, ihre Idealposition gefunden haben. Und nichts macht mich als Coach glücklicher, als diesen Prozess mitzuerleben. Im Einklang mit der Realität Ich warne allerdings davor, es sich an diesem Platz nun für immer einrichten zu wollen. Das Umfeld, aber auch Sie selbst entwickeln sich mit der Zeit. Ein heute idealer Platz kann morgen in Widerspruch zu Ihren Werten oder Motiven geraten. Notwendig sind laufende Anpassungen, um Ihre persönliche Chipkarte im Einklang mit der Realität zu halten. 4 Erfolgsfragen Nehmen Sie sich deshalb immer wieder Zeit zum Reflektieren und justieren Sie gegebenenfalls Ihren Kurs. Folgende 4 Erfolgsfragen können Ihnen dabei helfen: Was hat mich heute meinem Ziel nähergebracht? Was muss verbessert werden? Was habe ich heute gelernt? Wofür bin ich dankbar? Sie wollen tiefer in das Thema einsteigen? In Kapitel 15 - 17 meines Führungskräfte-Ratgebers „Was wirklich zählt!“ erfahren Sie, wie Sie Ihre Idealposition sichern und Ihren Kurs immer wieder neu anpassen. Herzliche Grüße Gudrun Happich

Endlich Chef – und erstmal alles umkrempeln?

Sicher haben Sie das in Ihrer Karriere auch schon mal erlebt: ein neuer Chef tritt sein Amt an und mischt erstmal den ganzen Laden auf. Gerade wenn es im Vorfeld große Probleme gab, die alte Führungskraft aus diesem Grund ausgetauscht wurde und der Neue sozusagen als Retter auftritt, wird gerne in blindem Aktionismus erstmal alles geändert – selbst, wenn es vorher eigentlich ganz gut funktioniert hat. War bisher wirklich alles falsch? Bei den Mitarbeitern kann diese Rumpolterei nur zur totalen Verunsicherung und Demotivation führen, schließlich lautet die Botschaft: „Wir haben bisher alles falsch gemacht.“ Doch was geht eigentlich in dem neuen Chef vor? Warum reagiert er so und nicht anders? Genau diese Fragen hat mir vor kurzem eine Journalistin der Süddeutschen Zeitung gestellt, die einen spannenden Artikel über die „Jetzt komme ich!“- Cheftypen geschrieben hat. Sie können hier den ganzen Artikel und meine Antworten nachlesen. Fragen, zuhören, beobachten, handeln Meine Empfehlung an Führungskräfte, die eine neue Position antreten und denen vielleicht von außen die Retter-Rolle oktroyiert wird: weniger ich-bezogen agieren, trotzdem klar auftreten, Fragen stellen, Fragen stellen und nochmal Fragen stellen, wirklich zuhören, beobachten - und erst dann handeln. Ihre Gudrun Happich