Blog

Täglich gelesen von rund 1.000 Geschäftsführern, Vorständen und C-Levels

Seit 2010 veröffentliche ich im Leistungsträger-Blog wöchentlich einen Artikel zu Themen wie moderne Führung, Transformation, Strategie, Positionierung und Leistungserhalt. Gespickt mit realen Fallbeispielen und geprägt von pragmatischen Best-Practice-Lösungen wurde mein Blog mehrfach ausgezeichnet und ist über die Jahre zur geschätzten Lektüre für Geschäftsführer, Vorstände und C-Levels geworden.

Transformation beschleunigen – der Sprung in die nächste Liga

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Zum Gewinner der neuen Arbeitswelt werden

Liebe Leistungsträgerblog-Leser, vergangene Woche habe ich Sie auf eine Microsoft-Studie unter deutschen Arbeitnehmern hingewiesen. Demnach sind viele Führungskräfte in Deutschland nicht zukunftsfähig. Einer der Hauptgründe: mangelnde Anpassung an die Veränderungen der Arbeitswelt, die sich unter anderem durch die Digitalisierung ergeben. Weder würden die Risiken wirklich gesehen, noch die Chancen genutzt. Führung muss zum Gesamt-System passen Hier im Blog habe ich schon mehrfach darüber geschrieben, wie diese Anpassung an die veränderten Rahmenbedingungen, wie also moderne Führung, aussehen könnte. Einen richtigen Führungsstil gibt es ohnehin nicht; er muss immer zum Unternehmen, den Mitarbeitern, dem Gesamt-System passen. Andere Qualitäten gefragt Aber ganz egal, wie Führung im konkreten Fall aussieht. Die Menschen, die führen – und damit sind ganz ausdrücklich auch die Unternehmenslenker gemeint – werden gänzlich andere Qualitäten benötigen, als diese im klassisch-hierarchischen System nötig waren. Tipps für Führungskräfte In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auf den tollen Artikel Wie Konzernlenker zu Gewinnern der Digitalisierung werden hinweisen. Auch die darin enthaltenen Tipps für Führungskräfte, finde ich sehr gelungen. Kurz zusammengefasst geht es um einen Perspektivenwechsel: weg vom „Ich“ hin zum „Wir“; Führung neu definieren, Verantwortung und Erfolg teilen konsequente Ausrichtung am Kundennutzen: es geht nicht darum zu beweisen, wie innovativ man ist, sondern die Bedürfnisse des Kunden zu erfüllen Mut, Organisationsstrukturen zu überdenken: Neues ausprobieren; Flexibilität nutzen, kurze Entscheidungswege ermöglichen Grenzen überwinden: zwischen Branchen, zwischen Hierarchien; Netzwerkintelligenz nutzen Ihre Gudrun Happich

Alterslose Leistungsträger

In meinen Führungskräfte Coachings habe ich mich auf Leistungsträger spezialisiert – Unternehmenslenker, Top Manager, Schlüsselfiguren in Unternehmen, die überdurchschnittlich leisten, sehr engagiert, sozial kompetent und verantwortungsbewusst sind. Gleichzeitig leiden sie aber häufig stark unter Selbstzweifeln, verkaufen sich unter Wert und tun sich schwer, Grenzen zu setzen (Hier lesen Sie mehr über den Führungstyp des Leistungsträgers). Schablonen und Schema F Eigentlich klar, dass sehr hohes Engagement und Leaderqualitäten keine Frage des Alters sind. Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Führungskompetenz lässt sich nun mal in keine Schablonen pressen. Leider wird aber genau das vielerorts immer noch gemacht. Viele Unternehmen sieben zum Beispiel Leistungsträger aus, weil sie eine bestimmte Altersgrenze erreichen bzw. bieten ihnen keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr. Personal “experten“ bewerten Führungskompetenz nach einem Schema F, das überhaupt nichts mehr mit der heutigen Arbeitswelt zu tun hat. Zum Teil ist das in seiner Rückständigkeit wirklich erschreckend. Mentoring für jüngere und ältere Führungskräfte Umso schöner sind dann immer die anderen Beispiele; einige Unternehmen, die es begriffen haben, werden in dem Artikel Die Älteren als Leistungsträger dargestellt. Bei Bosch etwa gibt es Mentoringprogramme für Führungskräfte in beide Alters-Richtungen. Beim sogenannten "Revers Mentoring" lernen also ältere Top-Manager auch von jüngeren Leistungsträgern. Coachings und andere Trainingsmaßnahmen werden zudem altersunabhängig angeboten. Bei BASF gibt es eigene Seminare, bei denen sich Mitarbeiter mit unbewussten Vorurteilen gegenüber älteren Führungskräften auseinandersetzen können. Ihre Gudrun Happich  

FAQ aus der Executive Coaching-Praxis

Es gibt Fragen, die werden mir rund um meine Arbeit als Executive Coach immer wieder gestellt. Dazu gehören zum Beispiel: Muss man sich eigentlich verbiegen, um ganz oben mitzuspielen? Wie kann es gelingen, authentisch zu führen? Brauchen Top-Manager, die es bereits nach ganz oben geschafft haben, überhaupt noch eine Begleitung? Oder sind sie nicht schon am Ende der Entwicklung angekommen? Wie gelingt moderne Führung? Wie motiviert man Mitarbeiter dazu, mitzudenken, eigenverantwortlich zu handeln? Was sollte man tun, wenn man als Top-Führungskraft total gefrustet ist? Bleiben oder gehen? Welche Herausforderungen kommen in Zukunft auf Führungskräfte zu? Diese FAQ aus der Führungskräftecoaching-Praxis habe ich in der letzten Ausgabe des Coachings-Magazins beantwortet. Hier können Sie das Interview nachlesen. Ihre Gudrun Happich

Erfolgreich führen

Letzte Woche ging es hier im Blog um Führungskräfte-Klischees – vom Alter über die Eigenschaften bis zum Outfit. Meine Haltung hierzu ist klar: Führungskompetenz lässt sich in keine Schablonen pressen. Andere Führungsqualitäten gefragt In den letzten Jahren hat sich die Arbeitswelt ohnehin so sehr verändert, dass logischerweise auch die benötigten Führungsqualitäten nicht mehr dieselben sind wie früher. Leider ist das in vielen Unternehmen und bei HR-Experten oft noch nicht wirklich angekommen. Tipps erfolgreicher Chefinnen Gestern nun bin ich auf einen Artikel bei der Wirtschaftswoche gestoßen: Die Geheimnisse erfolgreicher Chefinnen. Nach einem ersten Widerspruchsimpuls – von Männer- und Frauen-Klischees halte ich genauso wenig wie von den anderen Schablonen – habe ich mir den Artikel doch durchgelesen. Und siehe da, er enthält einige tolle Tipps von erfolgreichen weiblichen Führungskräften, die sich aber eben auf beide Geschlechter anwenden lassen: von der gefestigten inneren Haltung, wirklicher Begeisterung für die Aufgaben über Rückgrat und Authentizität bis zu absoluter Eigenverantwortung und ständigen Perspektivwechsel. Was sind für Sie die Geheimnisse erfolgreichen Führens? Ihre Gudrun Happich

Führung im Fokus

Wie kann man als Top-Führungskraft mit schwierigen Führungsthemen umgehen? Vor Kurzem habe ich als Keynote-Referentin bei der Tagung "Blickpunkt Führung" einen Vortrag zu diesem Thema gehalten. Statt der klassischen, eher eingleisigen „Eine redet, die anderen hören zu“-Vortragsform, wollten wir etwas Neues ausprobieren. Eine Form, die Interaktion und den Netzwerkgedanken fördert. Der Tagungsleiter stellte mir konkrete Fragen zum Thema und ich durfte dann - natürlich live - darauf antworten. Eine Art Interview also, die im optimalen Fall zu einer regen Diskussion führt. Gelungenes Experiment Im Vorfeld war ich sehr gespannt auf dieses „Experiment“ und auch ein wenig aufgeregt: Was wenn die Zuschauer nicht mitmachen oder ich in dieser Live-Situation keine kluge Antwort finde? Tatsächlich ist alles super gelaufen. Und es hat mir und den Teilnehmern nicht nur richtig viel Spaß gemacht, sondern es entwickelten sich auch jede Menge interessante, inspirierende Ansätze. Unten finden Sie einige der spannenden Fragen, die ich bei der Tagung beantworten durfte, plus Antwort-Links. Ich habe mal in meinem Blog gestöbert und Beiträge zu jedem der Themen gefunden: Wie geht man als Führungskraft mit entscheidungsschwachen Vorgesetzten um? Wie bringt man den Chef zu einer Entscheidung? So gehen Sie mit entscheidungsschwachen Vorgesetzten um Wie gelingt es, die High-Performer an das Unternehmen zu binden? So halten Sie die besten Leistungsträger Wie gehe ich als Führungskraft mit unrealistischen Zielen um? Einen Kugelschreiber zum Schweben bringen Im Video wurden einige Impressionen von der Veranstaltung eingefangen. Ich selbst bin ab 3:40 zu sehen … 🙂 Ihre Gudrun Happich

Wie arbeiten wir in 20 Jahren?

Wir befinden uns mittendrin im größten Wandel der Arbeitswelt seit der Industrialisierung. Wie dieser Prozess enden wird, darüber sind sich die Experten allerdings keineswegs einig. Zu der Frage, wie wir 2030 arbeiten, habe ich eine spannende Untersuchung der Bertelsmann Stiftung und der stiftung neue verantwortung gefunden. Darin werden 6 mögliche Szenarien für die Arbeitswelt der Zukunft entworfen: IT-Ingenieursnation Maschinenbauer und Automobilhersteller haben die digitale Transformation bewältigt und sorgen für Wachstum. Der Sozialstaat gleicht soziale Härten durch die Verknappung von Arbeit mit einem bedingungslosen Grundeinkommen aus. Erfolgreicher Datenstandort, soziale Konflikte Angeführt von der Banken- und Versicherungswirtschaft sorgt die Verwertung von Daten im Dienstleistungssektor für wirtschaftliches Wachstum. Es werden nur wenige hochqualifizierte Spezialisten benötigt. Die sozialen Sicherungssysteme werden durch fehlende Arbeitsplätze für Geringqualifizierte und der zunehmenden Frühverrentung der Babyboomer stark belastet. Liberalisierter Arbeitsmarkt Deutschland verfügt über eine hochmoderne digitale Infrastruktur. Die intensive Vernetzung in Beruf und Alltag wird als eine Chance gesehen, die mehr Freiheit und Freizeit bringt. Die Arbeitswelt ist über Projekte und Plattformen organisiert. Überall sind neue Geschäftsmodelle entstanden. Der Arbeitsmarkt ist weitgehend liberalisiert, die Wirtschaft wettbewerbsfähig. Es existiert nur noch ein Mindestmaß an sozialer Sicherung. Digitale Hochburgen Deutschland ist geteilt – in wirtschaftlich leistungsfähige Metropolregionen und ländliche Räume mit nur wenigen Arbeitsplätzen und einer kaum ausgebauten digitalen Infrastruktur. Der Wohnort ist entscheidend für die beruflichen Chancen. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer. Digitale Evolution im föderalen Wettbewerb Die Bundesländer konkurrieren um mobile, hochqualifizierte Freiberufler. Einzelne Bundesländer sind abgehängt und bieten deutlich schlechtere Lebensbedingungen. Dagegen ziehen die digitalen Vorreiter ausländische Investitionen an und verfügen über anpassungsfähige Bildungssysteme. Das starke Gefälle zwischen den Regionen führt zu einer sinkenden Solidarität und macht Einigungen auf Bundesebene immer schwieriger. Digitales Scheitern Deutschland wird sowohl auf dem Gebiet der Digitalisierung als auch im Fahrzeug- und Maschinenbau von der internationalen Konkurrenz verdrängt. Die...