Team Spirit: Wie Sie als Leader ein Wir-Gefühl schaffen

Moderne Führung
Teamspirit

Ohne Zusammenhalt läuft es in Teams einfach nicht rund. Aber wie lässt sich der vielbeschworene Team Spirit fördern? Und wie können Sie als Geschäftsführer Ihre besten Führungskräfte bei der Schaffung von Teamgeist unterstützen? Fragen, denen ich im gemeinsamen Podcast mit Führungsexperte Olaf Kapinski nachgehe. In diesem Blogbeitrag lesen Sie,

Wie können Führungskräfte Teamgeist schaffen, wenn die Mannschaft nicht mitspielt?

Kennen Sie das? Sie sind Geschäftsführer oder C-Level und haben nächstes Jahr sehr große Herausforderungen zu lösen. Sie brauchen dafür eine Top Mannschaft. Sie suchen sich Ihre beste Führungskraft, erweitern deren Team und los geht’s. Ihre Führungskraft weiß, dass sie die Herausforderungen des Teambuildings nur gelöst bekommt, wenn sie auf einen guten Team Spirit zurückgreifen kann. Daher veranstaltet sie einen Team-Workshop, der sehr gut verläuft.

Naja, gut verläuft bis auf einen Punkt. Am Ende wird deutlich:

Wir wollen Austausch und Teamgeist haben – aber dafür wollen wir selbst nichts tun.“

Ihre Führungskraft kommt frustriert zu Ihnen und bittet Sie um Ihre Hilfe. Was raten Sie ihr?

Team Spirit fördern: So unterstützen Sie Ihre Führungskraft

Die Situation ist nicht trivial. Es steht viel auf dem Spiel. Was können Sie jetzt tun, worauf können Sie als Geschäftsführer bzw. C-Level jetzt achten? Was kann die Führungskraft tun? Darum geht es heute in meinem Podcast-Gespräch.

Ich habe mir Olaf Kapinski vom „Leben-Führen“ Podcast eingeladen. Olaf ist Experte für ITler – sowohl für Mitarbeiter als auch für Führungskräfte. Wir wollen gemeinsam auf dieses Thema aus mindestens zwei Perspektiven schauen:
Olaf Kapinski aus der Perspektive des Mitarbeiters bzw. der Führungskraft und ich – Gudrun Happich – aus der Perspektive des C-Levels bzw. Geschäftsführers.

Zwei Führungsexperten geben Impulse, Ideen – wie Sie als Leader den Team-Spirit fördern können.

Team Spirit in der Praxis: Die Ausgangssituation

Damit es konkret wird, besprechen wir eine lebendige und echte Situation, natürlich anonymisiert, damit die reale Person geschützt wird. Tobias – Mitte 40 – ist Geschäftsführer eines mittelgroßen Mittelständlers um die 1.000 Mitarbeiter. Dieses Unternehmen ist Teil der Unternehmensgruppe. Insgesamt sind es weltweit ca. 10.000 Mitarbeiter. Tobias Chef, der Vorstand, ist eine schwierige Persönlichkeit – sehr zynisch, ein echter Mikromanager – der sich mit Delegieren von Aufgaben nicht aufhalten will. Er sitzt in den USA.

Tobias: Teamplayer mit hohen Ansprüchen an sich selbst

Tobias ist seit über 10 Jahren im Unternehmen. Er wird allseits sehr geschätzt und anerkannt. Er versteht sich mit Oberchef – dem Vorstandsvorsitzenden – sehr gut. Tobias ist sehr engagiert, unternimmt alles Machbare, um ein gutes konstruktives Miteinander zu ermöglichen. Er kommt mit seinen „Directs“ – den direkten Führungskräften – sehr gut aus und nimmt seine Führungsaufgaben sehr ernst.

Tobias versucht alle Störungen von außen von den Führungskräften fernzuhalten. Der Vorstand greift öfter mal in seine oder auch die Ebene zu den Mitarbeitern ein, das versucht Tobias zu verhindern. Er stellt sich schützend vor seine Mannschaft.

Wenn Führungskräfte Probleme haben, den Teamgeist zu stärken

Einer seiner besten Directs hat gerade eine erweiterte Aufgabe übernommen und ein insgesamt 20-köpfiges Team aufgebaut. Das sind junge Leute, alte Hasen, manche richtig Gute, aber manche auch eher auf dem „Heldentrip“.

Die sehr engagierte Führungskraft hat einen Team-Workshop organisiert. Sich dazu einen externen Trainer geholt. Sie wollte alles richtig machen, dem Team einen Super-Start ermöglichen. Die Führungskraft weiß sehr genau, was im nächsten Jahr auf die Mannschaft zukommt. Sie braucht dafür jeden Mann und jede Frau.

Der Workshop ist gut gelaufen, aber die Führungskraft kommt trotzdem frustriert zurück.

Das konkrete Problem im „O-Ton“ der frustrierten Führungskraft:

Nun habe ich gemacht und getan. Ich selbst arbeite schon täglich von 7 bis 22 Uhr, aber scheinbar reicht´s nicht. Als ich am Ende des Teamworkshops die Leute befragte, wurde deutlich, dass sie noch viel mehr Austausch und Team Spirit wollten – aber dafür nichts tun wollten, das erwarten sie von mir.

Team Spirit stärken: So unterstützen Sie Ihre Führungskraft

Genau über dieses Problem habe ich mich nun also im Podcast mit Olaf Kapinski unterhalten. Im Folgenden gebe ich Ihnen einen Abriss unseres Gesprächs. Wenn Sie tiefer ins Thema einsteigen möchten, empfehle ich Ihnen ein Hören der zugehörigen Podcast-Folgen, die am Ende dieses Beitrags verlinkt sind.

1. Der konkrete Plan – WAS kann man in so einer Situation tun?

Bevor wir uns Gedanken über konkrete umsetzbare Schritte machen, ist es hilfreicher – quasi in einer Meta-Perspektive – noch mal auf die Gesamtgemengelage zu schauen. Wo macht es Sinn noch einmal konkreter hinzuschauen. Was ist ein möglicher Schritt-für Schritt-Plan, um den konkreten Umsetzungsschritten näher zu kommen. Das Ziel ist immer noch da: Wie kann noch mehr Teamgeist entstehen? Folgendermaßen sollten Sie dabei vorgehen:

2. Die konkrete Umsetzung – WIE kann man es tun?

Olaf Kapinski und ich gehen im gemeinsamen Live-Gespräch auf die Suche nach Ideen und oder Impulsen. Jeder hat so seine eigene Blickrichtung. Wir tragen unsere Einfälle zusammen, was uns – bezogen auf diese Situation – einfällt.

Wo könnten Anregungen und Wege sein, das gewünschte Ergebnis zu erreichen? Wir beleuchten, was die einzelnen Ideen bewirken können, worauf vielleicht zu achten ist. Unser Fazit: Verschiedene Wege führen nach Rom.

Wenn ich Führungskräfte befrage, was sie am dringendsten für Veränderungen benötigen, dann höre ich meistens eine der drei Aussagen:

  1. Ich brauche nur eine bessere Struktur, dann läuft es schon von selbst.
  2. Wenn die Prozesse besser sind, dann klappt es von alleine.
  3. Mit dem richtigen Tool machen die Mitarbeiter automatisch, was sie sollen.

Olaf Kapinski schaut i.d.R. eher auf Tools und Werkzeuge.
Ich schaue i.d.R. eher auf eine Haltung/Einstellung bzw. eine veränderte Perspektive, durch die neues Verhalten möglich wird.

Dies sind zwei sehr unterschiedliche Konzepte und Wege.

Doch die ganzen Ansichten sind nur Mittel zum Zweck, denn das Entscheidende ist immer das Ergebnis – konkreter: das nachhaltige Ergebnis.

Dabei dürfen Sie sich fragen: Was führt bei der Führungskraft dazu, dass sie die Ergebnisse erzielt, die sie erhalten möchte? Wie kann die Reise zum Zusammenhalt gelingen?

Weitere Themen im Podcast

Im Einzelnen beleuchten wir in unserem gemeinsamen Podcast folgende Themen bzw. Aspekte:

Fazit:

Team Spirit ist ein komplexes Thema. Dass Sie einen gesunden Team Spirit brauchen, um erfolgreich Ihre Herausforderungen zu lösen, steht außer Frage. Doch es gibt sehr unterschiedliche Ideen, Ansätze und Stellschrauben, um sich diesem Thema zu nähern. Manchmal macht es Sinn im Umfeld zu schauen, sprich bei Ihnen als Geschäftsführer bzw. C-Level, manchmal bei der verantwortenden Führungskraft. Es gibt nicht DIE EINZELNE und alleinige Lösung.
Viel entscheidender ist: Bleiben Sie so lange dran, bis Sie einen nachhaltigen Team Spirit entwickelt haben. Dann lassen sich auch große Herausforderungen lösen.

So unterschiedlich die Ideen und Vorgehensweisen von Olaf Kapinski und mir auch sein mögen. Bei einem sind wir uns einig:

Es geht um Menschen. Und Menschen sind so vielschichtig, wie man nur denken kann.
Team Spirit entsteht am besten, wenn es gelingt, die Menschen auf allen Ebenen des Unternehmens mitzunehmen.

Sie hören lieber?

In den folgenden Podcast Folgen tauche ich mit Olaf Kapinski noch tiefer in das Thema Team Spirit ein:



Herzliche Grüße

Gudrun Happich

Gudrun Happich

PS: Auch in Ihrem Unternehmen mangelt es an einem gesunden Team Spirit und Sie möchten Ihre Top-Führungskräfte bei dessen Förderung unterstützen? Dann kontaktieren Sie mich unter info@galileo-institut.de – und wir loten gemeinsam Ihre Möglichkeiten aus.

Bild: Depositphotos #7438851 ©antrey

Schlagwörter: eigenverantwortungmitarbeitermotivationPodcastTeam SpiritTeamgeistTeamspirit

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