Wie eine Führungskraft negative Glaubenssätze ausbremsen kann

Klarheit
negative Glaubenssätze bremsen Führungskräfte aus

Sie haben Ihre Berufung gefunden, eine Vision entwickelt, kennen Ihre Idealposition, haben eine Strategie sowie einen Handlungsplan parat und sind hoch motiviert – und trotzdem scheint irgendetwas Ihr Vorankommen zu lähmen. Woran also liegt es? Nach meiner Erfahrung gibt es oft einen klaren Schuldigen: negative Glaubensätze. Als Führungskraft können diese Sie maßgeblich am Erreichen Ihrer Ziele hindern. Grund genug für mich, Ihnen zu zeigen, wie Sie entsprechende Glaubenssätze ausbremsen können! In diesem Artikel lesen Sie,

Gnadenloser Karrierekiller: Glaubenssätze von Führungskräften

Oft sind es innere Bremsklötze, die Spitzenführungskräfte am Erreichen ihrer Ziele hindern. Es handelt sich um tiefsitzende Überzeugungen, die wir im Laufe unseres Lebens gebildet oder von anderen Menschen übernommen haben. Welche Strategien gibt es, diese Widerstände zu überwinden, um endlich mit voller Kraft voranzukommen?

Klassische Glaubenssätze von Führungskräften, die zu Karrierekillern werden können, sind z.B.: „Ich kann mich auf andere nicht verlassen.“ „Ich muss stark sein.“ „Ich muss schnell sein.“ „Ich muss nett sein, es den anderen recht machen.“ Oder auch „Ich muss alles alleine machen.“

5 Schritte, um negative Glaubenssätze auszubremsen

Um für einen negativen Glaubenssatz eine Handlungsalternative zu entwickeln, haben sich folgende Schritte bewährt:

  1. Identifizieren Sie den Glaubenssatz
    Folgende Leitfragen helfen dabei: Was hindert Sie daran, Ihre Pläne zu verwirklichen? Warum können Sie morgen nicht Ihren idealen Tag leben? Was denken Sie als erstes, wenn im Alltag etwas schiefgeht? Was denken Sie in diesem Augenblick über sich selbst?
  2. Hinterfragen Sie Ihre Glaubenssätze
    Stoßen Sie Ihren Glaubenssatz mit folgenden Fragen vom Wahrheitssockel: Ist das wahr? Ist das wirklich wahr? Ist das so zu 100 % bewiesen? Was kostet es mich, wenn ich weiter daran glaube? Wie wäre es, wenn ich nicht länger daran glauben würde?
  3. Erkennen Sie die Absicht hinter dem Glaubenssatz
    Gemäß einem Grundgesetz der Natur liegt jedem Verhalten eine positive Absicht zugrunde. Fragen Sie sich also: Welchen Sinn hat dieser Glaubenssatz? Machen Sie sich bewusst, welche positive Absicht hinter dem Glaubenssatz steht, welches Ihrer Motive oder Grundbedürfnisse er sicherstellen möchte.
  4. Integrieren Sie den Glaubenssatz
    Mit der Frage nach seiner positiven Absicht haben Sie Ihrem Glaubenssatz in gewisser Hinsicht Wertschätzung und Respekt entgegengebracht. So wird es möglich, eine Umgangsform mit ihm zu finden. Formulieren Sie nun eine Alternative zu Ihrem Glaubenssatz, damit Sie diesem eine andere, positive Botschaft entgegensetzen können.
  5. Trainieren Sie den Umgang mit dem Glaubenssatz
    Auch weiterhin wird der Glaubenssatz zunächst kaum eine Gelegenheit auslassen, sich zu melden. Immerhin kam er ja über viele Jahre in unzähligen Situationen zum Zuge. Taucht der Glaubenssatz auf, kommt es darauf an, ihn wahrzunehmen und freundlich, aber bestimmt in seine Schranken zu weisen – und dann die Alternative mit der positiven Botschaft zu wählen. Bis das zuverlässig gelingt, braucht es in der Regel eine längere Trainingsphase.

Negative Glaubenssätze ausbremsen. Äußere Umstände einkalkulieren

Sobald Führungskräfte ihre Glaubenssätze einzuschätzen gelernt haben, geht es oft ganz plötzlich wieder voran. Trotzdem kann es sein, dass die Dinge schon bald nicht mehr ganz so laufen, wie Sie es sich vorgestellt haben. Insbesondere bei komplexen Aufgaben, zu denen die Umsetzung unserer Idealposition zweifellos zählt, sind unvorhergesehene Ereignisse praktisch unvermeidlich. Wir müssen mit ihnen rechnen und äußere Umstände einkalkulieren. Aber auch diese Herausforderung lässt sich handeln. Entscheidend sind dabei 3 Aspekte:

  1. Rechnen Sie mit dem Unvorhergesehenen.
    Planen Sie nicht jedes Detail, bewahren Sie sich eine gewisse Gelassenheit gegenüber der Zukunft. Tritt Unvorhergesehenes ein, kann es Sie nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen.
  2. Entwickeln Sie ein Frühwarnsystem.
    Verfolgen Sie nicht mit sturem Tunnelblick Ihren Handlungsplan, sondern beobachten Sie aufmerksam Ihr Umfeld. Registrieren Sie Veränderungen und achten Sie auf schwache Signale, um das Unerwartete frühzeitig zu erkennen. So können Sie Gefahren noch abwenden, aber auch Chancen wahrnehmen.
  3. Passen Sie Ihren Handlungsplan laufend an.
    Halten Sie nach jedem Meilenstein ebenso wie bei jeder neuen Erkenntnis inne, ziehen Sie eine Zwischenbilanz: Wo stehe ich jetzt? Was habe ich erreicht? Wie hat sich die Situation verändert? Gibt es bei Zielen, Strategie oder Handlungsplan einen Anpassungsbedarf?

Fazit: Sie können Ihre Ziele erreichen

Lassen Sie sich von negativen Glaubenssätzen nicht den Wind aus den Segeln nehmen. Mit einem angemessenen Umgang wird aus dem machtvollen Bremsklotz ein ungefährlicher Begleiter, der jederzeit schnell in die Schranken gewiesen werden kann. Jetzt steht Ihnen der Weg zum Erreichen Ihrer Ziele offen. Aber denken Sie daran: Die Zukunft birgt stets Überraschungen. Seien Sie daher auf Unvorhergesehenes vorbereitet, reagieren Sie flexibel und ändern Sie notfalls Ziele und Pläne. In vielen Fällen lässt sich die angestrebte Idealposition dann sogar schneller als gedacht erreichen.

Sie hören lieber?

Hier geht es zur passenden Episode in meinem Podcast „Leben an der Spitze“:
Wie eine Führungskraft negative Glaubenssätze ausbremsen kann | RAUS AUS DEM HAMSTERRAD #235

Herzliche Grüße

Gudrun Happich

Gudrun Happich

PS: Ihre Glaubenssätze werden zunehmend zum Bremsklotz Ihrer Karriereziele? Es gelingt Ihnen aber einfach nicht, sie abzuschütteln? Dann kontaktieren Sie mich unter info@galileo-institut.de – und wir finden gemeinsam einen Weg, wie Sie weiter vorankommen!

Bildquelle: Yan Krukau / Pexels

Schlagwörter: Idealposition findenKarrierekillernegative Glaubenssätzeziele erreichen

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