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Täglich gelesen von rund 1.000 Geschäftsführern, Vorständen und C-Levels

Seit 2010 veröffentliche ich im Leistungsträger-Blog wöchentlich einen Artikel zu Themen wie moderne Führung, Transformation, Strategie, Positionierung und Leistungserhalt. Gespickt mit realen Fallbeispielen und geprägt von pragmatischen Best-Practice-Lösungen wurde mein Blog mehrfach ausgezeichnet und ist über die Jahre zur geschätzten Lektüre für Geschäftsführer, Vorstände und C-Levels geworden.

Transformation beschleunigen – der Sprung in die nächste Liga

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Charakterköpfe in den Führungsetagen?

Liebe Leistungsträgerblog-Leser, heute möchte ich Sie auf den wie ich finde wirklich guten Artikel im Manager Magazin hinweisen: Was bei der Führungskräfte-Auswahl schief läuft. Zurück in die Normspur! In verschiedenen Artikeln – unter anderem im Harvard Business Manager, Karrierebibel – habe ich immer wieder darüber geschrieben, was ich mal als „Schizophrenie des modernen Managements“ bezeichnet habe. Da suchen die Unternehmen Charakterköpfe, Menschen mit Ecken und Kanten, sprechen von modernen Führungsidealen und Transparenz – am Ende wird dies aber vielerorts in der Praxis noch immer vollkommen verwässert. Da werden eigentlich innovative Führungspersönlichkeiten eingestellt, die wirklich etwas bewegen wollen. Diese werden dann aber systematisch in die Normspur zurückgedrängt. Michaela Bürger, Ex-Führungskraft bei Siemens, trifft mit ihren Worten meines Erachtens genau den Kern des Problems: Wir brauchen Menschen, die sich nicht scheuen, die Wahrheit zu sagen - auch wenn diese unbequem sein mag - und die mutig für das eintreten, was für sie richtig und wichtig ist, auch wenn es zu ihrem Nachteil sein könnte. Denen es um Gerechtigkeit und das Ausloten aller denkbaren Möglichkeiten, auch jenseits ihrer Karriereambitionen, geht und die somit nicht in erster Linie die Erweiterung ihrer persönlichen Macht im Fokus haben. Gibt es die überhaupt (noch)? Es gibt sie. Doch oft sind sie gerade in hierarchisch geprägten Strukturen und Unternehmen nicht gewollt. Obwohl Charakterstärke erkannt und insgeheim bewundert wird, vermeiden es Chefs und Personalverantwortliche in letzter Konsequenz oft, genau diesen Persönlichkeiten Machtpositionen zu geben und sich somit auch mit der Klarheit ihrer Worte und ihrer Haltung auseinandersetzen zu müssen. Es bleibt zu hoffen, dass mehr und mehr Unternehmen hier umdenken und Mut zu Charakterköpfen haben. Meine Erfahrung zeigt: Nur dort, wo dies umgesetzt wird, gedeihen langfristig Innovation und Erfolg. Ihre Gudrun Happich

Erfüllung im Job? Ja, das geht!

Unmotivierte, permanent an der Grenze zum Burnout lavierende Führungskräfte, die lieber gestern als morgen den Job an den Nagel hängen würden – wenn nur das liebe Geld nicht wäre. Wenn ich mich manchmal so durch die Medien lese, komme ich aus dem Kopfschütteln kaum heraus und ich frage mich: Warum hat die dort beschriebene Jobwirklichkeit so wenig zu tun, mit dem, wie ich meine Arbeit erlebe und wie es auch viele meiner Klienten im Executive Coaching tun oder dies zumindest anstreben: seine Arbeit wirklich von Herzen gern zu tun, sie als wichtige Lebensbereicherung, ja, als Erfüllung zu erleben ist irgendwie out. Oder? Nach der Rente weiter arbeiten – aus Freude! Es scheint doch auch noch andere Exoten da draußen zu geben, wie ich einer Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) erfreut entnehme. Demnach wollen viele Hochqualifizierte über das Rentenalter hinausarbeiten. Und zwar in erster Linie eben nicht aus finanziellen Gründen, sondern weil ihnen ihre Arbeit schlicht Freude bereitet. Untersuchungsleiter Wido Geis sagt dazu in einem Artikel der Welt: "Insbesondere Hochqualifizierte, bei denen der Beruf auch in großem Maße Selbstverwirklichung bedeutet, wollen weiterarbeiten. Die Freude am Beruf ist gerade bei den gut Gebildeten mit sehr hohen Einkommen eine sehr wichtige Antriebskraft." Erfolg und Erfüllung Die Frage ist nun: Was unterscheidet jene Hochqualifizierten, die ihren Job als lästige Mühsal und reine Geldquelle empfinden, von jenen, die ihn mit Leidenschaft tun und ihn als Energiequelle sehen? Wer sich für Antworten interessiert, dem empfehle ich die Lektüre (oder das Anhören) meines aktuellen Buchs „Was wirklich zählt“, denn es geht darin genau um dieses Thema: Warum sind so viele erfolgreiche Menschen unzufrieden? Und wie schafft man es Erfolg und Erfüllung zu verbinden? Eines vorab: Wer diesen Weg geht, auf den kommt Arbeit zu. Er wird sich einige grundsätzliche Fragen stellen und sich...

Buchtipp: Eine Insiderin über die Anwaltsbranche

In meinen Führungskräfte Coachings sind eher selten Anwälte unter den Klienten. Eigentlich schade, wenn ich mir das Buch von Juristin Eva Engelken "111 Gründe, Anwälte zu hassen", das eben erschienen ist, so durchlese. Die Führungsprobleme etwa, die laut Eva Engelken in vielen Kanzleien gang und gebe sind, erinnern mich doch sehr an das Führungsdilemma in hierarchisch strukturierten Unternehmen ganz anderer Branchen. Fachkräfte und Manager werden gebraucht Zum Beispiel: Manager, die zugleich Fachkräfte sein müssen, und damit heillos überfordert sind. Die Autorin hatte mit mich im Vorfeld zu diesem Thema interviewt und zitiert mich in ihrem Kapitel „Partnerschaftsmodelle“: “(…) die Kölner Managementtrainerin Gudrun Happich, weiß, dass sich Menschen fast immer zwei Kategorien zuordnen lassen: Die einen sind die Fachkräfte und die anderen die Manager. Die einen wollen an der Sache arbeiten, die anderen sind gut daran, die Organisation zu machen. Das Unternehmen braucht beide.“ … Aber das ist natürlich nicht das einzige Thema, in diesem provokanten, spannenden Buch. Mehr erfahren Sie in diesem Interview in der Welt „Warum sind so viele Anwälte Psychopathen?“ Ihre Gudrun Happich  

Führen mit Achtsamkeit und Intuition

Vor zwei Jahren, auf der Messe „Zukunft Personal“, habe ich Prof. Dr. Peter Kruse zum ersten Mal live erlebt. Mich hat damals total gefreut, dass er seine Werte und Thesen, die ich seit langem sehr schätze, auch in seinem persönlichen Auftreten authentisch lebt. Wenn ich einen Artikel von ihm finde, lese ich ihn mit Spannung und bin regelmäßig begeistert, von seiner Klugheit und der Gabe, die Dinge auf den Punkt zu bringen. So ging es mir auch wieder bei dem Interview Warum Führung heute anders geht in der Computerwoche. Kehrtwende Wenn Sie regelmäßig meinen Leistungsträger-Blog lesen, dann kennen Sie meine Ansicht: die Kehrtwende in Sachen Führung ist längst kein „Könnte“ mehr, sondern ein überfälliges „Muss“. Ich erlebe dies täglich in den Gesprächen mit Klienten im Executive Coaching und vor Ort in den Unternehmen, ich entnehme es den Medien und diversen Studien. In einer der letzten Umfragen des Galileo . Instituts zu den Führungsherausforderungen gab die Hälfte der Umfrageteilnehmer an, dass Planbarkeit quasi kaum mehr möglich ist, aber trotzdem vom Chef erwartet wird. Aufgeblasene, unflexible Unternehmensapparate Selbst in Firmen, in denen die Chefetage mittlerweile eingesehen hat, dass sich die Führungsstruktur ändern muss, geht dies oft sehr träge vonstatten. In vielen Unternehmen wurde schließlich über Jahrzehnte so sehr das Augenmerk auf Controlling, Verwaltung und ähnliches gelegt, dass sie zu aufgeblasenen Apparaten wurden, die kaum mehr beweglich scheinen. Dabei ist gerade Flexibilität heute wichtiger denn je! Da hilft nur: Dranbleiben, weitermachen, erkennen, dass es ohnehin gar nicht mehr anders geht. Oder wie Peter Kruse schreibt: Jetzt geht es nicht mehr um die Professionalisierung von Management, sondern um die Professionalisierung von Unternehmertum. Das hatte schon immer diese instabile Komponente. Ein Unternehmer ist jemand, der mit Achtsamkeit und Intuition Marktdynamik aufgreift, seine Wette setzt und sich einlässt auf nicht planbare Prozesse.   Ich freue mich...

Immer für Sie erreichbar!

Liebe Leistungsträgerblog-Leser, bei mir hat sich die letzte Zeit eine Menge getan. Viele von Ihnen wissen bereits, dass ich in ein neues Büro in der Richard-Wagner-Straße 16 im Belgischen Viertel von Köln gezogen bin. Ich fühle mich dort wahnsinnig wohl und auch meine Klienten sind von der Atmosphäre begeistert. Die einzigartige Teamarbeit von mitdenkenden Handwerkern, Architekten und weiteren Dienstleistern, ermöglichte mir bis jetzt einen relativ stressfreien Umzug. Meine Handynummer für den Fall der Fälle Allerdings gibt es eine klitzekleine Einschränkung: mit der Telekommunikation hapert es mal wieder ein bisschen und die Dinge dauern ein klein wenig länger … Sie kennen das! Deshalb kann es sein, dass ich ab Freitag einige Tage auf der gewohnten Festnetznummer nicht für Sie erreichbar bin. Noch hoffe ich ja, dass alles glatt läuft. Für den Fall der Fälle möchte ich dennoch Vorsorge treffen. Daher hier meine Handynummer, unter der mich Kunden und Interessenten „fast“ immer erreichen können: 0170 – 28 88 44 0. Ihre Gudrun Happich!

Geld regiert die Welt – oder nicht?

In meiner Umfrage zu den HR-Themen 2015 hat die Hälfte der befragten Personaler die Bindung von Leistungsträgern an das Unternehmen genannt. Damit bleibt Mitarbeiterbindung eine der wichtigsten Herausforderungen für die Wirtschaft. Verschiedene Umfragen bestätigen dieses Ergebnis. Doch wie kommt es eigentlich zu einer starken Beziehung zwischen Arbeitgebern und ihren Mitarbeitern? Einer widerstandsfähigen Beziehung, die auch Tiefs aushält und die jeden Einzelnen dazu motiviert, das Beste aus sich herauszuholen? Das Pflichtprogramm Natürlich sind eine angemessene Bezahlung, Boni für besondere Leistungen, ein funktionell eingerichteter Arbeitsplatz wichtige Faktoren – im Grund sollte dies aber sozusagen die Pflicht sein. Eine wirkliche Mitarbeiterbindung findet dadurch noch nicht statt, oder anders gesagt: Führungskräfte, die nur wegen dem Geld bei einem Unternehmen bleiben, werden es auch genau aus diesem Grund bei einem besseren Angebot verlassen – und zwar ohne einen Blick zurückzuwerfen. Und sehr wahrscheinlich ohne ihr volles Potenzial jemals abgerufen zu haben. Die emotionale Ebene erreichen Wenn ein Leistungsträger wirklich brennen soll für seine Aufgabe, muss man ihn nicht nur auf der rationalen Ebene, sondern auch emotional erreichen. Unternehmen können dies unter anderem erreichen mit flexiblen Arbeitsmodellen, einer Kultur des Zuhörens, flachen Hierarchien, Förderung individueller Talente und ähnlichem. Im Grunde geht es hier immer um Wertschätzung. Wer fühlt sich schon gerne wie ein austauschbares Rädchen im Getriebe? Sinnstiftend und motivierend ist dagegen das Gefühl, der unverzichtbare Teil eines großen Ganzen zu sein. Auf Zeit online habe ich zu diesem Thema vor einigen Tagen ein spannendes Interview mit dem Wirtschaftspsychologen Florian Becker gelesen: Zahlen motivieren Mitarbeiter nicht. Ihre Gudrun Happich